Marktumfeld belastet Pensionsfonds weltweit
Die Abschwächung der Aktienmärkte im letzten Quartal 2018 hat Pensionsfonds weltweit belastet, wie eine im November 2019 erschienen globale Studie der OECD zeigt. Das Jahr 2018 stellte für diese Anlegergruppe demzufolge das schwächste Jahr seit der Finanzkrise dar. Die realen Renditen von Pensionsplänen waren in den OECD-Staaten nach Abzug von Investitionskosten im Durchschnitt deutlich negativ (-3,2 %) und in anderen Ländern knapp unter 0 %. Gewichtet mit den Ende 2018 verwalteten Vermögenswerten lag die Performance mit -4,5% in der OECD und -0,7% in anderen Ländern noch niedriger. Die größten Verluste waren 2018 in Hongkong (China) (-11,6%), Polen (-11,1%) und der Türkei (-9,4%) zu verzeichnen, was u.a. auch auf die lokale Inflationsentwicklung zurückzuführen war.

Quelle: OECD
Die durchschnittlichen Jahresrenditen waren in den letzten 5, 10 und 15 Jahren inflationsbereinigt in den meisten Ländern positiv. Trotz der schlechten Anlageperformance im Jahr 2018 erzielten Pensionspläne in 45 von 51 Berichtsländern in den letzten fünf Jahren eine positive reale Anlagerendite. In den letzten 15 Jahren war die jährliche Durchschnittsrendite von Pensionsplänen in 19 von 22 Berichtsgebieten, für die eine solche Berechnung möglich war, positiv. Kolumbien verzeichnete die höchste durchschnittliche Jahresrendite (6,2%), gefolgt von Kanada (4,8%) und Australien (4,7%). In Deutschland betrug die reale Jahresrendite in diesem Zeitraum 2,5 %.

Quelle: OECD
In den meisten Ländern waren Anleihen und Aktien die beiden wichtigsten Anlageklassen, in die das Pensionsvermögen Ende 2018 investiert war. Auf sie entfällt mehr als die Hälfte der Anlagen in 32 von 36 OECD-Ländern. Alternative Anlagen, wie Kredite, Immobilien oder private Investmentfonds, machten einen relativ geringen Anteil der Investitionen aus. In einigen Ländern ist der Anteil dieser investierten Vermögenswerten aber relativ hoch: 32% in UK, 35% in der Schweiz, 36% in Kanada und 39% in Dänemark.
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