15.12.2020 | Märkte

Kunst und Sammlungen als institutionelle Anlage

Rund 1 Billion US-Dollar werden von privaten Sammlern in Form von Kunst und Objekten gehalten, schätzt Credit Suisse in einer Marktanalyse. Gemessen am jährlichen Umsatz lag die bildende Kunst dabei vor Uhren und Schmuck sowwie Weinen und Oldtimern. Die Motive, einen Teil des Vermögens in Sammlerstücke zu investieren, sind demnach vielfältig und reichen von reiner Leidenschaft, sozialer Anerkennung, Philanthropie und dem Wunsch, ein Vermächtnis für die breite Öffentlichkeit zu schaffen, bis zum Sammeln zu Anlagezwecken und als Wertaufbewahrung.


Quelle: Credit Suisse

Wie in vielen anderen Branchen hat COVID-19 als Katalysator für die zunehmende Digitalisierung des Handels mit Sammlerstücken gesorgt. So haben die Online-Verkäufe von Sotheby's von Januar bis Mai 2020 erstmals die 100-Millionen-USD-Marke überschritten. Auswertungen von Artnet zeigen, dass die Online-Kunstverkäufe bei den drei führenden Auktionshäusern, Philips, Sotheby's und Christie's in der ersten Hälfte des Jahres 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 474,8 % gestiegen sind.


Quelle: Credit Suisse

Für den Kunstmarkt erwarten die Autoren jedoch einen Rückgang der gehandelten Volumina, wobei vor allem die Zahl der Kunstgalerien abnehmen und nur die größten die Pandemie überstehen werden. Aus der Sicht eines Sammlers ist der Markt dennoch stabil geblieben, auch wenn es künftig wahrscheinlich niedrigere Auktionssummen geben wird. Die Auktionsverkäufe im Juni/Juli für bildende Kunst haben demnach gezeigt, dass der Kunstmarkt weiterhin empfänglich für hochwertige Werke ist.


Der Absolut|performance analysiert alle Asset-Klassen und Investmentstrategien anhand von repräsentativen Indizes für institutionelle Investoren und zeigt einzigartige Rendite-Risiko-Vergleiche und innovative Grafiken.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "Kunstmarkt"
zurück