13.05.2024 | Märkte

Geopolitik des Energiewandels und kritischer Rohstoffe

Die International Renewable Energy Agency (IRENA) analysiert die wachsende Relevanz kritischer Rohstoffe für die globale Energiewende und ihre geopolitischen Herausforderungen. Mit zunehmender Bedeutung erneuerbarer Energien steigt die Nachfrage nach Schlüsselmineralien und -metallen für die Herstellung von Technologien wie Solarzellen, Windturbinen und Elektrofahrzeugen. Dabei sind Lithium, Kobalt und seltene Erden von zentraler Bedeutung, deren Bedarf in den nächsten Jahrzehnten stark zunehmen wird. Der Bericht hebt hervor, dass die Versorgungsketten dieser Materialien geografisch stark konzentriert sind, wobei Länder wie die Demokratische Republik Kongo, China und Chile die Produktion dominieren. Diese Konzentration birgt Risiken wie politische Instabilität und Handelsbeschränkungen, die Versorgungsstörungen verursachen können.
 


Quelle: IRENA

 

Zur Risikominderung empfiehlt der Bericht eine Diversifizierung der Bezugsquellen und verstärkte lokale Verarbeitung, um Abhängigkeiten zu reduzieren und Nachhaltigkeit sowie Transparenz zu verbessern. Durch nachhaltige Abbaumethoden und die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards lassen sich negative Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften und Ökosysteme minimieren. Zudem betont der Bericht die Rolle internationaler Kooperation und multilateraler Rahmenwerke zur Sicherung der Versorgung und fairem Zugang zu diesen Materialien. Dies schließt Mechanismen zur Konfliktlösung und Anreize für Investitionen in alternative Materialien und Technologien ein.

 


Quelle: IRENA

 

Die Stärkung der Versorgungskettenresilienz und die Förderung der Kreislaufwirtschaft tragen zur effektiveren Erreichung der Klimaschutzziele bei und minimieren geopolitische Risiken durch die steigende Nachfrage nach kritischen Materialien.

 

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