Digitale Zentralbankwährung
In einem Researchpaper hat ein Team von CEPR und der Federal Reserve untersucht, welche Auswirkungen die Einführung einer kontenbasierten Digitalwährung durch eine Zentralbank (CBDC) hätte. Die Zentralbank würde damit in direkten Wettbewerb zur Fristentransformationsfunktion privater Anbieter treten, da jeder direkt bei ihr ein Konto führen könnte. Mangels Expertise kann die Zentralbank selbst keine langfristigen Investments (z.B. Darlehen) tätigen, sondern ist auf private Geschäftsbanken angewiesen. Modellbasiert kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass es im Gleichgewicht grundsätzlich möglich ist, dieselben Allokationen, die sich bei rein privater Finanzintermediation ergeben würden, auch unter Einbeziehung einer CBDC zu erreichen.
Dies gilt allerdings nur, wenn die Rolle der Geschäftsbanken als Wettbewerber nicht beeinträchtigt ist. Ein solcher Fall ergibt sich bei Panik an den Finanzmärkten: Die Vertragsgestaltung von Zentralbank zu den Geschäftsbanken führt in diesem Fall zu einer veränderten Allokation. Die Darlehen der Zentralbank an die Geschäftsbank sind nicht kündbar, so dass das langfristige Asset der Zentralbank vor vorzeitiger Liquidierung geschützt ist. Dadurch werden Bank Runs auf die Zentralbank unwahrscheinlicher oder ausgeschlossen. Sparer erkennen diesen Zusammenhang und halten ihre Einlagen ausschließlich bei der Zentralbank, die zum Monopolisten für Einlagen wird. Daraus kann ein Risiko für die Erreichung der idealen Fristentransformation erwachsen.
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