Anlageentwicklung der Schweizer Pensionskassen
Die Schweizer Pensionskassen erzielten 2024 mit 7,5% eine hohe Anlagerendite, wiesen generell stabile Deckungsgrade auf und waren trotz Belastungsfaktoren wie technischem Zins, Altersstruktur und Regulatorik überwiegend solide finanziert, zeigt eine Analyse des Beratungsunternehmens Complementa. Die erzielte Rendite ist mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt der beiden Jahrzehnte und entsprach einem Gesamtertrag von 85 Mrd. Schweizer Franken. Dies machte sich auch in der Wertschwankungsreserve bemerkbar. Der kapitalgewichtete Deckungsgrad stieg um gut 4 Prozentpunkte auf 111,8%. Privatrechtliche Einrichtungen wiesen mit durchschnittlich 116,1% deutlich höhere Deckungsgrade auf als öffentlich-rechtliche Kassen, deren Werte insbesondere bei teilkapitalisierten Modellen wesentlich tiefer lagen und die aufgrund höherer technischer Zinssätze und ungünstigerer Altersstrukturen ein materiell stärkeres Passivrisiko tragen. Das Risikomanagement steht entsprechend vor unterschiedlichen Herausforderungen: Während privatrechtliche Kassen stärker durch Markt- und Liquiditätsrisiken geprägt sind, dominieren bei öffentlich-rechtlichen Kassen die strukturellen Risiken aus Zins, Demografie und Umwandlungssätzen.

Quelle: Complementa
Dank der guten Renditen an den Märkten ist der Aktienanteil wieder deutlich gestiegen und lag mit 32,5% auf dem höchsten Stand der vergangenen zwei Dekaden. Vornehmlich war das Wachstum auf ausländische Aktien zurückzuführen. Festverzinsliche Anlagen erreichten im Jahr 2024 mit einem Anteil von 31,1% den tiefsten Stand seit Beginn der Datenerhebung. Insbesondere bei Fremdwährungsobligationen war bei den Pensionskassen eine Abkehr von globalen Staatsanleihen zu beobachten. Diese wurden zugunsten anderer Anleihensegmente, etwa Franken-Obligationen oder globale Unternehmensanleihen, reduziert. Ausschlaggebend dafür waren neben der vielerorts zunehmenden Staatsverschuldung vor allem die hohen Währungsabsicherungskosten. Daneben investierten Pensionskassen mit 22,5% weiterhin einen wesentlichen Teil des Vermögens in Immobilien. Im Bereich der Alternatives erfreute sich insbesondere Infrastructure großer Beliebtheit bei den Pensionskassen.

Quelle: Complementa
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