08.07.2026 | Absolut|performance

Aktienmarkt der Eurozone im Juni stark

Im Juni 2026 entwickelte sich der Aktienmarkt der Eurozone außerordentlich positiv. Gemessen am MSCI EMU gewannen Euro-Aktien 4,2 % hinzu und lag damit an der Spitze der globalen Aktienmarktregionen. Dabei zeigte sich allerdings eine deutliche Performance-Spreizung innerhalb der einzelnen Märkte der Eurozone. Verantwortlich für die gute Entwicklung zeichneten vor allem die Niederlande, wo der MSCI Netherlands 14,2 % hinzugewann. Zurückzuführen war dies im Wesentlichen auf die anhaltende AI-/Halbleiter-Rallye: Der Halbleiterausrüster ASML, der per Monatsende im Index ein Gewicht oberhalb von rund 55 % aufwies, legte um knapp 25 % zu und zog damit den Index nach oben. Auch in Spanien entwickelte sich der Aktienmarkt überdurchschnittlich positiv. Deutschland lag dagegen am anderen Ende des Spektrums mit einem Verlust von -1,2 %.

Wie in Deutschland kam es auch am chinesischen Aktienmarkt zu Verlusten – dies sogar bereits den zweiten Monat in Folge mit einem Minus von 5 % (in Euro). Negativ wirkten sich enttäuschende Konjunkturdaten zur Binnennachfrage und Investitionstätigkeit sowie die fortgesetzte Immobilienkrise aus. Nicht nur im Juni, sondern auch über die letzten 12 Monate stellte sich die Marktentwicklung in Deutschland und China ausnehmend schwach dar: Während die Industrie- bzw. Schwellenländer Renditen von 25,0 resp. 47,9 % aufwiesen, waren es bei Deutschland lediglich 3 %, in China sogar leichte Verluste. 

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