Angst kennt (keine) Grenzen

Absolut|private Q4/2022}

Angst und Panik sind nie gute Ratgeber für institutionelle Anleger. Sie lähmen die Kreativität und behindern die langfristige Sicht auf die Dinge. Die extrem schnellen Zinserhöhungen haben zu massiv schlechteren Finanzierungsbedingungen am Real-Asset-Markt geführt und die Nachfrage nach diesen Asset-Klassen dramatisch reduziert. Finanzierungszins und Asset-Preis sind jedoch zwei Seiten einer Medaille – und so warten die potenziellen Käufer (Asset Owner) auf fallende Asset-Preise, um die Rendite wieder ins Lot zu bekommen, gleichzeitig fürchten sie sich vor fallenden Preisen für die Assets im Bestand. Asset Manager haben das gleiche Problem. Für ihre Einkäufe müssen höhere Finanzierungskosten auch über geringere Asset-Preise kompensiert werden, aber die Performances aktueller Assets im Portfolio sollen möglichst nicht von hohen Wertberichtigungen betroffen sein. Es hilft nichts. Institutionelles Asset Management bzw. die strategische Asset Allocation ist kein Sprint, Panik und kurzfristiges Handeln dürfen den Blick auf die langfristigen Ziele nicht vernebeln. Den Marathon kann man als institutioneller Investor nur gewinnen, wenn man mit ruhiger Hand auch in Krisen den Kurs hält. Es gibt, wie in anderen Asset-Klassen auch, gute Phasen und schlechte Phasen. Diversifikation und eine hohe Qualität bei der Due Diligence werden langfristig zum Ziel führen. Wer so aufgestellt ist, braucht weder panisch zu sein noch Angst zu haben.

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Ich wünsche Ihnen einen friedvollen Jahresausklang und einen guten Rutsch in ein besseres Jahr 2023.

Michael Busack
Herausgeber




Ausgabe: Absolut|private Q4/2022