02.11.2017 | Märkte

Kostenentwicklung im Investment Management

Der Berater bfinance hat die Entwicklung von Kostenstrukturen im institutionellen Asset Management untersucht. Aufgrund verstärkter Allokation in vergleichsweise teure Private Market Investments ist demnach die Kostenbelastung von Investoren in den vergangenen 10 Jahren gestiegen – trotz der Kostenersparnis in anderen Asset-Klassen. So betrug m Bereich aktiver Aktienstrategie der Kostenrückgang 8 % (von 62 auf 57 Basispunkte), bei aktiven Low-Vola-Ansätzen 25 % und im Smart-Beta-Segment 24 %. Wesentliche Ursache ist der Konkurrenzdruck unter den Anbietern - insbesondere durch passive Alternativen.
Weitere Kostenrückgänge können der Studie zufolge Investoren durch Verhandlungen erzielen. Die tatsächlich vom Investor gezahlten Kosten für Aktienstrategien blieben damit in den vergangenen Jahren weitgehend stabil. Ein Grund hierfür ist die Fokussierung der Manager auf die Alpha-Generierung, sodass die aktiven Produkte kein Substitut für passive, systematische Strategien sind, sondern eine Ergänzung darstellen.


Quelle: bfinance

Im Bereich Fixed Income haben die große Popularität von Unconstrained-Ansätzen und hohe Unsicherheit zu einer stabilen Bepreisung dieser Strategien geführt. Bei hohen Abweichungen schwanken die Gebühren um 48 Basispunkte – weitgehend unabhängig von der konkreten Umsetzung der Strategie. Im Dachhedgefonds-Segment sind die veranschlagten Kosten seit Januar 2015 weltweit um 20 % zurückgegangen, in Europa sogar um 30 %. Auch bei Alternative-Beta-Produkten sind die Kosten rückläufig.


Quelle: bfinance

Bei illiquiden Investments hat die hohe Investorennachfrage zu weitgehend konstanten Kostenquoten geführt. Davon ausgenommen sind nur einzelne Segmente, beispielsweise Private-Equity-Dachfonds oder europäische Private-Debt-Produkte. Auffällig ist die starke Gebührenspreizung selbst bei weitgehend homogenen Mandaten, betonen die Autoren.


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