Schweizer Pensionskassen setzen auf Immobilien
Immobilien, früher vor allem als Diversifikationselement geschätzt, werden von Schweizer Pensionskassen zunehmend als Renditetreiber im Portfolio eingesetzt, zeigt die Studie "Pensionskassen Benchmark 2016" von KPMG. Über alle Anlageklassen hinweg erzielten die Institute 2015 eine Performance von 0,95 %. Immobilien werden oft als Alternative zu festverzinslichen Wertpapiere gehalten und machen mittlerweile 23 % der Portfolios Schweizer Pensionskassen aus,. Sie konnten im selben Zeitraum eine Performance von 5,5 % erwirtschaften. Obwohl die Performance börsennotierter Fonds mit 6 % schwächer ausfiel als im Vorjahr (15 %) konnten neue Investorengelder in Höhe von 4,1 Mrd. Schweizer Franken eingeworben werden. Neben Immobilien in der Schweiz setzen die befragten Institute angesichts der Angebotsknappheit vermehrt auf Auslandsobjekte. In den vergangenen zwei Jahren hat sich der Anteil der Auslandsimmobilien in den Portfolios verdoppelt, liegt mit 1,3 % allerdings nach wie vor auf einem niedrigen Niveau. In 80 % der Fälle werden die Engagements in Auslandsimmobilien nicht über Direktinvestments aufgebaut, sondern indirekt durch Fonds oder REITs. Eine weitere Alternative stellen Anlagestiftungen dar.
Quelle: KPMG, Credit Suisse
Meist investieren die Pensionskassen in Liegenschaften ab einem Mindestvolumen von 10 Mio. Schweizer Franken. Mit 80 % liegt die Mehrzahl der Objekte in Großstädten oder Mittelzentren. Am beliebtesten sind Wohnimmobilien oder gemischt genutzte Objekte, während reine Gewerbeimmobilien selten erworben werden und Spezialobjekte praktisch kaum vorkommen. Für die Studie hat KPMG Schweizer Pensionskassen und Vorsorgestiftungen mit einem Immobilienvermögen von gemeinsam rund 20 Mrd. Schweizer Franken befragt.
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