27.10.2017 | Märkte

Risiken von Stranded Assets

Die International Renewable Energy Agency (IRENA) hat in einem Marktbericht das mögliche Ausmaß von Stranded Assets in den kohlenstoffintensiven Sektoren Energie, Immobilien und Industrie untersucht. Dazu wurden für die Zeitperiode 2015 - 2050 folgende zwei Szenarien miteinander verglichen: 2°C-Ziel-Szenario und Business-as-usual. Bei dem Business-as-usual-Szenario spielen verzögerte politische Maßnahmen, mit denen ab 2030 gerechnet wird, einen wesentlichen Faktor. Hierdurch könnte sich das Stranded-Asset-Volumen im Vergleich zum 2°C-Szenario auf rund 20 Bill. USD verdoppeln.
In dem Business-as-usual-Szenario am stärksten betroffen ist der Immobilien-Sektor (10,8 Bill. USD), gefolgt von Investment in Unternehmen, die fossile Ressourcen gewinnen (7 Bill. USD) und Energie erzeugen (1,9 Bill. USD).


Quelle: IRENA

Die Auswirkungen der Stranded Assets sind regional von unterschiedlicher Intensität. Mit Blick auf das 2°C-Szenario fallen in der EU, Japan und den USA vor allem die Risiken im Immobilien-Sektor ins Gewicht. Länder wie China oder Indien sind wiederum abhängig von neuen Kohlekraftwerken, weshalb die Risiken hier insbesondere im Energiesektor hoch sind.


Quelle: IRENA

Je früher politische Maßnahmen zum Klimaschutz umgesetzt werden, desto geringer fallen Stranded-Assets-Risiken aus.


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