Margendruck verändert Asset Management
Die Ratingagentur Moody’s rechnet mit einer stabilen Entwicklung der globalen Asset-Management-Branche im Jahr 2018. Dies geht aus der im Dezember vorgelegten Studie hervor, die den Ausblick von "negativ" auf "stabil" angehoben hat. Die Anbieter passen sich demnach den Herausforderungen der Industrie an und werden durch eine weiterhin steigende Nachfrage und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterstützt. Haupttreiber des stabilen Ausblicks sind die Entwicklung neuer Produkte, die Annäherung von aktiven und passiven Strategien und der Einsatz passiver Instrumente in aktiven Strategien. Ebenfalls sehen die Autoren größere Möglichkeiten für alternative Manager.
Quelle: Moody's
Dennoch bleiben grundlegende Herausforderungen bestehen, betont der Bericht. Aktiv gemanagte Strategien, die am anfälligsten für passive Substitution sind, werden demzufolge zunehmend überflüssig, und der Wettbewerb mit billigeren passiven Produkten führt zu niedrigeren Gebühren in der gesamten Branche. In der Europäischen Union drängt MiFID II ab Januar 2018 auf eine höhere Gebührentransparenz und dürfte Anleger dazu veranlassen, auf Strategien mit niedrigeren Kosten zurückzugreifen.
Quelle: Moody's
Ebenfalls zeigt der Bericht, dass Intermediäre zunehmend ein Honorarmodell anwenden, das ganzheitlicher und als "Advice for fee"-Struktur konzipiert ist. Auch die Vertriebsbemühungen der Vermögensverwalter werden zunehmend beratender und institutioneller, stellt die Studie fest. Infolgedessen investieren Asset Manager in neue Vertriebstechnologien und Humankapital. So beschleunigte sich das Wachstum von Roboadvice und die Zusammenarbeit mit Distributoren wurde intensiviert. Der Wandel der Branche spiegelt sich darüber hinaus in Fusionen und Übernahmen wider. Insbesondere große, komplementäre Anbieter stärkten durch Zusammenschlüsse ihre Marktposition.
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