Performance spezialisierter Asset-Management-Boutiquen
Aktive Asset-Manager, die sich auf ein ganz bestimmtes Marktsegment konzentrieren, sind in der Lage, gegenüber passiven Produkten eine Outperformance zu erzielen, zeigt die Marktanalyse „Nowhere to Hide“ von Northill Capital, einem Venture-Capital-Unternehmen im Asset-Management-Sektor. Für die Analyse wurden rund 5.000 Long-Only-Strategien im Aktien- und Anleihenmarkt für den Zeitraum 2010 bis 2015 untersucht, wobei der US-Aktienmarkt im Zentrum der Analyse steht. Als fokussierte Asset Manager werden solche bezeichnet, bei denen das gesamte Team eine einzige Investment-Strategie betreut, während Generalisten unterschiedliche Strategien verwalten. Sowohl für US-Aktien- und Anleihenstrategien als auch für globale, europäische und Schwellenländer-Aktien ergibt sich eine Outperformance der am stärksten fokussierten Asset Manager gegenüber dem Durchschnitt der Manager. Im Mittel liegt dieser Performance-Vorteil bei 0,77 Prozentpunkten p.a. Auch die Benchmark konnten die konzentriertesten Manager zumeist schlagen.
Quelle: Northill Capital
Im US-Aktienmarkt liegt die jährliche Outperformance fokussierter Asset Manager mit Assets under Management von 50 Mio. bis 100 Mrd. US-Dollar gegenüber Generalisten bei 146 Basispunkten jährlich. Auffällig ist zudem, dass die höchsten Underperformances ausschließlich bei den weniger fokussierten Asset Managern auftreten. Insgesamt schlussfolgern die Autoren, dass die Fokussierung den Investoreninteressen entgegenkommt, da die gesamten Kapazitäten des Managers auf einen einzigen Investment-Prozess konzentriert sind und damit auch eine größere Abhängigkeit des Managements von den Ergebnissen ihrer Strategie besteht. Ein weiterer Punkt ist, dass kein Anreiz besteht, die in der Strategie verwalteten Assets über die Kapazitätsgrenze zu steigern.
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