08.09.2016 | Märkte

Beliebtheit von Real-Estate-Debt-Fonds steigt

Pensionsfonds stellen mit 44 % die größte Gruppe unter den Investoren in Private-Real-Estate-Debt-Fonds dar, zeigt das Real Estate Spotlight von Preqin. Die Immobilienfonds, die im Jahr 2016 für Neuinvestitionen geschlossen wurden, haben zusammen 8,6 Mrd. US-Dollar eingeworben, wovon rund 15 % auf Debt-Produkte entfallen. Vor allem in den letzten Jahren hat sich das Interesse der Investoren an ungelisteten Immobilienfonds deutlich erhöht. Seit 2006 haben 320 Debt-Fonds zusammen 124 Mrd. US-Dollar eingeworben. Per Juli 2016 sind 65 Produkte im Markt aktiv, die rund 32 Mrd. US-Dollar verwalten, ein Anstieg gegenüber 2014 um 28,6 %. In Relation zum Gesamtvolumen aller nicht gelisteten Immobilienfonds entspricht dies 18 %.


Quelle: Preqin

Nicht nur die Anzahl, sondern auch die durchschnittliche Größe der Real-Estate-Debt-Fonds weist einen positiven Trend auf. Zwei Drittel der seit 2006 geschlossenen Debt-Fonds im Immobiliensegment investieren primär in den USA,, gefolgt von Produkten mit europäischem Fokus (18 %). Seit 2007 konnten ungelistete Real-Estate-Debt-Strategien deutlich höhere Renditen erzielen als andere Ansätze im Immobilienmarkt wie Value Added und Opportunistic. Zwar konnten sich auch die Debt-Fonds den Auswirkungen der Finanzkrise nicht entziehen, erholten sich in der Folgezeit allerdings weitaus schneller hiervon.  


Quelle: Preqin

Ende Juli 2016 gab es 102 europäische ungelistete Immobilienfonds, die zusammen 41,6 Mrd. Euro verwalten. Ein Drittel der Produkte, die 50 % des Gesamtkapitals ausmachen, investiert europaweit, während sich der Rest auf einzelne Märkte fokussiert. Insbesondere Großbritannien und Deutschland sind häufige Investmentschwerpunkte. Während die Anzahl der Produkte, die Value-Added- oder Core-Strategien verfolgen, höher ist als die Anzahl der Debt-Fonds, weisen letztere mit 11,7 Mrd. das meiste Volumen auf.

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