Aktienindizes für Transformationsziele
Ein Report von Mercer untersucht den aktuellen Stand des Übergangs zu einer nachhaltigen Wirtschaft aus Investorensicht. Die Analyse von fünf großen Aktienindizes zeigt, dass der MSCI World Paris Aligned Index am besten auf den Klimawandel ausgerichtet ist, da er einen hohen Anteil an grünen Lösungen und eine geringe CO2-Intensität aufweist.
Im Gegensatz dazu hat der MSCI Emerging Markets Index die höchste Konzentration an Unternehmen mit geringer Transformationsfähigkeit und hoher CO2-Intensität, insbesondere in China und Indien. Die Sektoren Energie, Versorgung und Werkstoffe sind am schwierigsten zu dekarbonisieren und zeigen daher den geringsten Fortschritt. Der IT- und der Finanzsektor weisen dagegen eine geringe CO2-Intensität und ein hohes Engagement für Netto-Null-Ziele auf.

Quelle: Mercer (2024)
Der CO2-Fußabdruck des MSCI ACWI sank zwischen 2018 und 2023 um 42 %, obwohl die globalen Emissionen nach einem pandemiebedingten Rückgang wieder ansteigen. Rund 40 % der Unternehmen im MSCI ACWI haben sich verpflichtet, ihre Dekarbonisierungsziele mit der Science Based Targets Initiative (SBTi) abzustimmen. Trotz kurzfristiger Herausforderungen für den Sektor der erneuerbaren Energien, wie steigende Produktionskosten und hohe Zinsen, gibt es Anzeichen für eine Erholung. Sinkende Rohstoffpreise und die Aussicht auf niedrigere Zinssätze könnten die Rentabilität von Unternehmen im Bereich saubere Energien unterstützen. Anlagen in saubere Energien übersteigen die Investitionen in fossile Brennstoffe inzwischen deutlich. Das Verhältnis hat sich von 1:1 vor fünf Jahren auf 1,7:1 im Jahr 2023 verschoben.

Quelle: Mercer (2024)
Der Bericht geht auch auf drei Trends ein, darunter die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit sauberer Energien, unter anderem durch staatliche Anreize wie den US-Inflation Reduction Act, den EU Green Deal und Chinas Subventionen für erneuerbare Energien. Diese politischen Rahmenbedingungen schaffen Planungssicherheit und fördern Investitionen. Ein weiterer Trend ist der steigende Absatz von Elektrofahrzeugen (Evs), die als entscheidend für die Dekarbonisierung des Verkehrssektors angesehen werden. Elektrofahrzeuge verursachen über ihren Lebenszyklus durchschnittlich 34 % weniger CO2-Emissionen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
Abschließend beleuchten die Autoren die Ergebnisse der COP28 und deren Bedeutung für die weitere nachhaltige Entwicklung und betonen die Notwendigkeit verstärkter Klimaschutzmaßnahmen und politischer Fortschritte.
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