Neue Impulse
Die Marktteilnehmer sind beim Thema Nachhaltigkeit und Regulierung weiterhin stark gefordert. Die Corporate Sustainability Reporting Directive, die European Sustainability Reporting Standards, das Prinzip der doppelten Materialität etc. setzen für Wirtschaft und Finanzbranche neue Impulse. Gleichzeitig hat sich in verschiedenen Studien und Analysen gezeigt, dass institutionelle Anleger das Thema Nachhaltigkeit inzwischen als Bestandteil ihrer Risiko- und Anlagestrategie verstehen, entsprechende Leitlinien entwickeln und ihre Berichterstattung gemäß der Offenlegungsverordnung anpassen.
Einige Probleme sind sichtbar geworden. Insbesondere kleinere Unternehmen sind durch die Vielzahl der Regelungen und Berichtspflichten belastet. Das Thema Greenwashing hat Hochkonjunktur. Dass es im Zuge der EU-Regulierung – Stichwort Artikel-6-, -8- und -9-Fonds – zu Missverständnissen und Korrekturen gekommen ist, zeigt, dass wir uns in einem Prozess befinden. Die Problematik der Definitionslücken beim Thema ESG, die fehlenden Daten und Qualitätschecks sind aber weitgehend erkannt und werden seitens der Regulatoren adressiert. Hier wird es auf eine gute Zusammenarbeit der Akteure ankommen, um kompatible Regelungswerke zu schaffen.
Die Fachbeiträge in dieser Ausgabe gehen auf viele der Themen ein, es geht um den Einbezug von Klimadaten und -szenarien, dabei auftretende Zielkonflikte, die Performance von Green Bonds, ESG in Schwellenländern, das Konzept einer Impact-Ökonomie sowie den Einsatz von modernen Technologien zur Erreichung von Klimazielen. Außerdem erfahren Sie, wie der finnische Pensionsfonds Varma seine Klima-Allokation gestaltet.
Ich wünsche eine inspirierende Lektüre und sonnige Herbsttage!
Ellen Hörth
Chefredakteurin
Ausgabe: Absolut|impact #03/2023