Wahlfreiheit
Die notwendige Transformation der Realwirtschaft wird vielfach von Berichtspflichten getrieben, eine strategische Motivation für Nachhaltigkeitsziele wird in Unternehmen aber an Bedeutung gewinnen. Für die Finanzierung des Wandels braucht es zudem private Investoren und auch hier die Bereitschaft, sich strategisch zu positionieren.
Institutionelle Anleger können sich bei ihrer Portfolioausrichtung bspw. an für sie relevanten oder interessanten Megatrends orientieren, wie z.B. Neue Energien, Wassereffizienz, Armutsverringerung oder Soziale Infrastruktur. Hier kann entlang der Sustainable Development Goals ein eigenes Profil entwickelt werden, das bei Versicherungen und Pensionskassen kundenbindend wirken könnte. Bestand diese Möglichkeit auch vorher schon, haben institutionelle Anleger nun mehr Spielraum durch neue Zugangswege und Produkte, wachsende Volumina, gestiegene Anforderungen an die Berichterstattung etc.
Für Investoren, die schon länger der Nachhaltigkeit verpflichtet sind, sinkt der Rechtfertigungsdruck, da die Renditeentwicklungen für sich sprechen und ESG als Teil des Risikomanagements anerkannt wird. Für Anleger, die sich dem Thema ESG verschließen, steigt dagegen die Verantwortung.
Ein institutioneller Investor hat also nicht nur die Pflicht, gute Renditen für seine Kunden zu erzielen, sondern auch nachhaltige Entscheidungen für sie zu treffen. In dieser Ausgabe lesen Sie u.a, welche Anlageentscheidungen die Schweizer Pensionskasse des Bundes getroffen hat. Neben Beiträgen zu Klimakennzahlen, Greenwashing, Mikrofinanz, Net Zero und ESG in Asien stellen wir Ihnen den Leitfaden des AKI vor, der seit Jahren auch für Anleger außerhalb der Kirche sinnvolle Hinweise geben kann.
Ausgabe: Absolut|impact #02/2023