17.07.2013 | Analyse

Anleihemarkt 2013: Chancen und Risiken für institutionelle Investoren

Im aktuellen Marktumfeld haben es institutionelle Investoren schwer, ausreichende Renditen am Anleihemarkt zu vereinnahmen. Die Zinssenkung setzte sich im ersten Halbjahr zunächst fort und verschärfte das Niedrigzinsproblem vieler Investoren. Seit Anfang Mai sind jedoch wieder steigende Renditen zu beobachten. So erreichten im April nahezu alle von Absolut Research analysierten Marktsegmente den vorläufigen Tiefpunkt einer anhaltenden Zinssenkung. Im Mai führten Spekulationen um ein Ende der Stützungskäufe der amerikanischen Zentralbank zu Verkäufen und sinkenden Kursen. Mitte Juni konkretisierte Ben Bernanke, Chef der Federal Reserve, die Spekulationen, woraufhin sich die Kursverluste in allen Marktsegmenten vergrößerten.

Zinsanstieg in Mai und Juni 2013

Quelle: Absolut Research

In Folge der jüngsten Marktentwicklung stieg in vielen Marktsegmenten die effektive Verzinsung binnen kurzer Zeit über das Niveau von Ende 2012. Insbesondere Schwellenländer mussten Kursverluste hinnehmen. Das Zinsniveau liegt hier Ende Juni deutlich höher als zu Jahresbeginn. In den entwickelten Staatsanleihenmärkten liegt die Verzinsung Ende des ersten Halbjahrs rund 20 % über dem Niveau von vor einem Jahr. Aus Buy-and-Hold-Sicht ist die Verzinsung zwar attraktiver geworden, aber immer noch auf sehr niedrigem Niveau. Für Anleiheinvestoren bleiben die Entwicklungen herausfordernd.

Dennoch eröffnet die jüngste Kurskorrektur zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten. Neben Schwellenländern haben die Kursverluste Ende des ersten Halbjahrs auch im High-Yield-Bereich die effektive Verzinsung deutlich angehoben. Gerade im BB-Bereich befinden sich viele hochklassige Emittenten, die aus dem Investment-Grade gefallen sind. Die Ausfallquoten verharren auf historisch niedrigem Stand.

Die Analyse "Anleihemarkt 2013 - Chancen und Risiken für institutionelle Investoren" wirft einen unabhängigen Blick auf Marktentwicklung im ersten Halbjahr und zeigt, wo Investoren noch Renditen von mehr als vier Prozent erwarten können.

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