13.11.2009 | Research

Zyklen von Real Estate, Credit und Interest Rates

Eine im Oktober veröffentlichte Research-Arbeit des International Monetary Fund (IMF) analysiert die Trends und gegenseitigen Abhängigkeiten von Immobilienpreisen, Zinssätzen, Krediten und volkswirtschaftlichem Output. Die Autoren postulieren, dass innerhalb der letzten 25 Jahre die Immobilienpreise den Kredit- und Konjunkturzyklen langfristig vorauslaufen. Kurz- und mittelfristig gibt es hingegen signifikante Unterschiede in den 18 betrachteten Ländern.


Quelle: IMF (2009)

Auf Grundlage eines dynamischen generalisierten Faktormodells werden Zyklen identifiziert und die Überlagerungen gemessen. Während die Immobilienpreise tendenziell dem Output vorauslaufen, welcher dann dem Kredittrend vorausgeht, sind Zinsen in allen Ländern und Zeiträumen stets der letzte Nachfolger. Ein Hinweis auf die Versuche der Zentralbanken, Bewegungen in den vorauslaufenden Zyklen mit Zinspolitik zu begegnen.


Quelle: IMF (2009)

Im internationalen Vergleich gehen Immobilienpreise, Zinsen und Output der USA den Zyklen in den anderen entwickelten Volkswirtschaften in allen Zeiträumen voraus, wodurch die Bedeutung der größten Volkswirtschaft der Welt in der Vergangenheit unterstrichen wird. Der Kreditzyklus der USA läuft hingegen nur langfristig voraus. Obwohl die Trends in den betrachteten Ländern sich tendenziell gleich verhalten, existieren jedoch individuelle Faktoren die erhebliche Unterschiede ausmachen. Diese müssten von politischen Entscheidungsträgern und Investoren hinreichend berücksichtigt werden.

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