Zusammenhang von ESG und Währungsmärkten
Der Asset Manager Millennium Global hat in einem kurzen Diskussionspapier den Einfluss von ESG-Faktoren auf Wechselkurse untersucht, basierend auf den Auswirkungen von ESG auf die generellen Wachstumsperspektiven einer Volkswirtschaft. Die Autoren finden hierzu in einer Reihe von kurz skizzierten Studien oder Research Papern überwiegend einen positiven Zusammenhang; so steigert eine höhere Einkommensgleichheit die ökonomische Effizienz, ESG-Investing führt in einer überwiegenden Mehrheit der Studien zu einer höheren Performance und demokratischere Systeme gehen mit höherem Wirtschaftswachstum einher.
Die Autoren nennen zwei Beispiele für den direkten Zusammenhang von ESG und Wechselkursen. Aufgrund des ungleichen Zugangs zum Gesundheitssystem hat die Corona-Pandemie beispielsweise Chile schwer getroffen und zu einer stärkeren Abwertung der heimischen Währung geführt, als dies bei einer reinen Betrachtung der makroökonomischen Ausgangslage zu erwarten gewesen wäre.
Im Fazit schlagen die Autoren vor, ESG-Faktoren in eine aktive Währungsstrategie über eine Research-basierte, diskretionäre Basis zu integrieren. Hintergrund ist, dass die Frequenz der ESG-Datenerhebung sie für eine quantitative Verwertung ungeeignet macht – zumindest innerhalb eines Zeitraumes, der zur Ausnutzung von Währungstrends sinnvoll ist.
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