Zunehmendes Interesse an Private-Equity-Investitionen in Afrika
Private-Equity-Investitionen mit Fokus auf Subsahara-Afrika gewinnen bei institutionellen Investoren immer mehr an Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt die von EMPEA aktuell veröffentlichte Studie, bei der Investoren hinsichtlich ihrer Einschätzungen zu Entwicklungen ihrer Portfolioallokationen mit einem Anteil in den Schwellenländern befragt wurden.
Zwar rechnet der Großteil der Investoren mit einem steigenden Dollarwert ihrer Investitionen in den Schwellenländern innerhalb der nächsten zwei Jahre, dennoch wird ein im Vergleich mit den Vorjahresergebnissen höherer Anteil von 36 % ihr Exposure beibehalten und nur 15 % signifikant erhöhen. Dieses nur langsam wachsende Exposure in Private-Equity-Fonds mit Fokus auf die Schwellenländer begründet EMPEA mit einem Erreichen der Zielquoten eines Großteils der Investoren.
Quelle: EMPEA (2013)
In den typischen Private-Equity-Portfolios dominieren immer noch Allokationen mit hohen Anteilen in Nordamerika und Westeuropa. Dennoch deuten die Zeichen jedoch nicht nur auf Erhöhungen der Investitionsquoten in die Schwellenländer insgesamt sondern auch auf die Diversifikation über eine hohe Bandbreite von Regionen basierend auf ihrer wahrgenommenen Attraktivität hin. Allgemein rechnen 61 % der Investoren in den nächsten drei bis fünf Jahren mit jährlichen Nettorenditen größer als 16 % ihrer Private-Equity-Portfolios mit Fokus auf Schwellenländer und spiegelt somit die Meinung einer Überrendite gegenüber den entwickelten Ländern wider.
Anhand der Attraktivität der Märkte taucht in dieser Studie zum ersten Mal kein Land der BRIC-Staaten unter den drei Besten des Rankings auf. Ganz oben auf der Liste steht Subsahara-Afrika, gefolgt von Südostasien und Lateinamerika ohne Brasilien. Brasilien rangiert nach Top-Positionen in den letzten Jahren nun im Mittelfeld, Indien ist ganz unten zu finden.
Quelle: EMPEA (2013)
Die zunehmende Bedeutung von Private-Equity-Investitionen in afrikanische Länder südlich der Sahara wird seitens der Investoren mit signifikanten Investitionsmöglichkeiten, niedrigen Einstiegskursen und schnell wachsenden Märkten begründet. Knapp 54 % aller befragten Investoren planen ihr Exposure in diesen Regionen aufzubauen oder zu vergrößern.
An der Studie nahmen insgesamt 112 Investoren aus über 30 Ländern teil. Sie bestanden vorwiegend aus Dachfonds, Pensionskassen, Stiftungen, Staatsfonds und Family Offices.