20.11.2013 | Studie

Zinswende und Bildung von Preisblasen als größtes Risiko eingestuft

Institutionelle Investoren in Europa stehen der weltweit koordinierten expansiven Geldpolitik weitaus kritischer gegenüber als Anleger im Rest der Welt, stellt die aktuelle Ausgabe des RiskMonitor von Allianz Global Investors fest. Während knapp die Hälfte der internationalen Anleger die stimulierende Wirkung der Zentralbankenpolitik betont, überwiegen in Europa die Bedenken hinsichtlich der langfristigen Folgen dauerhaft niedriger Zinsen. Insbesondere die Gefahr von Preisblasen in einigen Anleihenmärkten wird kritisch gesehen. Dennoch stimmen Investoren weltweit darin überein, mangels Alternativen mit einer Erhöhung des eingegangenen Risikos auf das aktuelle Umfeld reagiert zu haben.


Quelle: Allianz

So geben 55 % der weltweit Interviewten an, ihre Asset-Allokation dynamischer zu gestalten als zuvor, 52 % haben in neue Asset-Klassen investiert. Wichtigstes Tool im Risikomanagement ist für 61 % ein kontrolliertes Durationsmanagement. Passend dazu nehmen 63 % der europäischen Umfrageteilnehmer steigende Zinsen als größtes Risiko wahr, ein signifikant höherer Anteil als 51 % auf globaler Ebene. Besonders optimistisch sind die meisten Befragten bezüglich ihrer Aktieninvestments, weltweit gehen neun von zehn davon aus, positive Erträge mit ihrem Aktienportfolio zu generieren. Dabei sind zwei Drittel der Befragten gewillt, über kurzfristige Schwankungen hinwegzusehen und erst mittelfristig Bilanz zu ziehen.


Quelle: Allianz

Weltweit zeigt sich die Tendenz, stärker auf aktive Investmentstrategien zu setzen und den Anlagehorizont zu verlängern. Als weiteres ständiges Risiko wird der Regulierungsdrang auf nationaler Ebene wahrgenommen. Neue Mindestkapital- und Investmentvorschriften stehen hier an erster Stelle. Die Umfrage wurde erstmals weltweit durchgeführt und greift auf Einschätzungen von 390 institutionellen Investoren zurück, darunter 27 aus Deutschland und 16 aus der Schweiz.

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