Yale-Stiftung setzt 2006 weiter auf Alternative Investments
Das Stiftungsvermögen der Universität Yale erzielte im Geschäftsjahr 2005 eine Performance von 22,3 Prozent. Dabei ist ein Großteil des Vermögens von insgesamt 15,2 Milliarden $ in Alternativen Investments angelegt. Zum Juni 2005 (Ende des Geschäftsjahres) waren ein Viertel in Hedgefonds/Absolut-Return-Investments investiert. Weitere 15 Prozent waren dem Bereich Private Equity zugeordnet.
Die Allokation in Alternative Investments ist bei Yale seit Mitte der 90er Jahre überdurchschnittlich hoch. Hervorzuheben ist, dass die Universitätsstiftung nach eigenen Angaben im Jahre 1990 der erste institutionelle Investor war, der Hedgefons/Absolute Return-Strategien als eigene Asset-Klasse einführte. Schon zu dieser Zeit lag die Zielallokation bei 15% und steigerte sich bis 2005 auf 25%. Die Asset-Klasse erreichte seit ihrer Einführung vor 15 Jahren eine Rendite von 12,7% p.a. bei - so Yale - geringer Standardabweichung.
Auch die Anlage in Private Equity hat bei Yale eine lange Tradition. Bereits seit den 70er Jahren wird in Leveraged Buyouts und Venture Capital mit großem Erfolg investiert. So erreichte diese Asset-Klasse seit ihrer Einführung im Jahr 1973 eine beachtliche Rendite von 31% p.a.
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick zur aktuellen sowie zur angestrebten Allokation:
Allokation Juni 2005 Zielallokation 2006
US-Aktien 14,1% 14,0%
Ausländische Aktien 13,7% 14,0%
Renten 4,9% 5,0%
Absolute Return 25,7% 25,0%
Private Equity 14,8% 17,0%
Immobilien/Rohstoffe 25,0% 25,0%
Barbestand 1,9% 0,0%
Im aktuellen Jahresbericht des Yale Endowments wird diese Allokation in alternative Assetklassen positiv hervorgehoben. Waren im Jahre 1985 noch etwa 90 Prozent in traditionelle Investments angelegt, so liegt diese Quote heute nur noch bei ungefähr 35 Prozent. Über 65% sind in Alternative Investments investiert.