30.05.2013 | Studie

Wettbewerbsvorteile für Versicherer im New Normal

Versicherungsunternehmen richten den Blick wieder auf die sich bietenden Wachstumschancen. Vor dem Hintergrund wachsender Märkte in den Schwellenländern, steigender regulatorischer Pflichten und niedriger Zinsen in den Kernmärkten analysiert KPMG in einer Anfang Mai veröffentlichten Studie die Herausforderungen, mit denen sich ein Versicherer in den kommenden Dekaden konfrontiert sieht. Die Autoren definieren als zukunftsweisend die vier Megatrends: Demographie, Technologie, Umwelt und Soziale Werte.


Quelle: KPMG

Die Studie prophezeit vor allem den Marktteilnehmern Wettbewerbsvorteile, die rechtzeitig und glaubhaft eine nachhaltige Governance-Struktur einrichten. Seit 2008 ist das Vertrauen in Finanzdienstleister grundlegend gestört. Banken und Versicherer rangieren regelmäßig am unteren Ende der Beliebtheitsskala. Die langfristige Bedeutung einer Etablierung von transparenten Strukturen in der Unternehmensführung sollte daher nicht unterschätzt werden, schreiben die Autoren. Ebenfalls gewinnt eine, unter ökologischen Aspekten, nachhaltige Produktpalette immer weiter an Bedeutung.

Mit Blick auf die langfristige Kapitalanlage im Niedrigzinsumfeld sieht die Studie in Infrastruktur die attraktivsten Opportunitäten. Hürde bleibt hier die Zugangsform, insbesondere für kleinere Versicherer, für die eine öffentliche Partnerschaft nicht in Frage kommt. Die noch unklare Behandlung unter Solvency II birgt ebenfalls Risiken.

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