Weltweite Entwicklung der Ratings öffentlicher Emittenten
Die Ratings von Staaten und öffentlichen Einrichtungen haben sich im Jahr 2011 insgesamt verschlechtert, maßgeblich beeinflusst durch die Schuldenkrise in Europa und politische Unruhen im Mittleren Osten. Dies berichtet Fitch in den beiden Spezialberichten Sovereign / International Public Finance Transition and Default Study. Die Downgrade-Rate der Sovereigns lag demnach bei 9,8 %, die der übrigen öffentlichen Emittenten bei 23,4 %.
Quelle: Fitch
Eine positive Ratingentwicklung gab es hingegen in der Asien-Pazifik-Region und in Südamerika, insbesondere in den Emerging Markets. Diese sorgten maßgeblich für die hohe Upgrade-Rate dieser Staaten von 18,6 % bzw. standen für 95 % aller Upgrades. Ebenfalls erfreulich war, dass es keinen Ausfall zu vermelden gab, weder bei den Staaten noch bei den lokalen und regionalen öffentlichen Emittenten.
Auch für das Jahr 2012 werden die meisten Verschlechterungen in Europa erwartet, insbesondere in der Peripherie, wobei Spanien, Portugal und Italien konkret genannt werden. Da lokale öffentliche Emittenten häufig kostenintensive Aufgaben wie Bildung und Gesundheit innehaben, die wirtschaftliche Entwicklung für den Rand Europas allerdings skeptisch gesehen wird, ist der Ausblick für die Bonität dieser Anleihen ebenfalls unerfreulich, schreibt Fitch.