27.07.2011 | Märkte

Weltweit verwaltetes Vermögen erreicht Vorkrisen-Niveau

Die Boston Consulting Group hat Anfang Juli den Report "Global Asset Management 2011" veröffentlicht. Demnach stieg das weltweit professionell verwaltete Vermögen in 2010 um 8 % auf 56,4 Billionen US-Dollar und hat damit das Vorkrisen-Niveau von 2007 erstmals wieder überschritten. Den stärksten Zuwachs im letzten Jahr realisierte Lateinamerika mit 18 %, während die Assets under Management in Europa und den USA um 7 % bzw. 8,5 % anstiegen.


Quelle: Boston Consulting Group

Weiterhin beobachtet der Report die Innovationen auf dem Produktmarkt. Viele Trends scheinen sich auch nach der Krise fortzusetzen. Passiv gemanagte und alternative Produkte weisen die höchsten Wachstumsraten auf. Zu dieser Entwicklung trägt vor allem das starke Wachstum im ETF-Segment bei, und zwar sowohl in den USA wie auch in Europa. In den letzten fünf Jahren stieg das von ETFs verwaltete Vermögen in Europa um 39 % und kommt auf einen Marktanteil von 1,7 %. Nachwievor werden allerdings knapp 80 % des weltweit verwalteten Vermögens aktiv gemanagt.


Quelle: Boston Consulting Group

Die Entwicklung im Segment der aktiv gemanagten Produkte geht dem Report zufolge zunehmend in Richtung Fixed Income und größerem Exposure in Emerging Markets. Einer Umfrage unter europäischen institutionellen Investoren zufolge ist diese Entwicklung vor allem auf strategische Entscheidungen als Folge langfristiger, makroökonomischer Trends zurückzuführen. Die Asset Allocation verschiebt sich insbesondere in asiatische Schwellenländer.

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