Weiterentwicklung von Hedgefondsinvestments
Die Anbieter von Hedgefondsinvestments entwickeln zunehmend flexiblere und an der Nachfrage orientierte Produkte. Dies ergab der kürzlich erschienene "Alternative Investments Survey 2012" der Deutschen Bank.
Für die umfangreiche Studie wurden 392 institutionelle Investoren mit einem verwalteten Vermögen von 1,35 Billionen US-Dollar befragt. Die wichtigsten Kriterien für ein erfolgreiches Hedgefondsinvestment sind nach Ansicht der Investoren auch weiterhin neben einer guten Performance das Ausnutzen von Volatilität und ungünstigen Marktbedingungen. In Folge der Finanzkrise sind die Anforderungen allerdings gestiegen, was auch dem steigenden Anteil institutioneller Investoren geschuldet ist. So verhandeln 51 % der Befragten ihre Gebühren individuell. 42 % nutzen bereits Managed Accounts zur besseren Überwachung und Einflussnahme auf ihre Manager, weitere 23 % planen die Nutzung von Managed Accounts. Im Verlauf der verbesserten Bedingungen für Investoren ist das verwaltete Vermögen weltweit auf rund zwei Billionen US-Dollar gestiegen.
Quelle: Deutsche Bank
Bei den Dachfondsmanagern neigt sich die Konsolidierungsphase ihrem Ende entgegen. Wichtigstes Kriterium zur Differenzierung von Wettbewerbern war ihrer Ansicht nach die gelieferte Rendite (48 %), gefolgt von einem verstärkten Fokus auf Nischenmanager (47 %) und individuelle Mandate (38 %). 11 % haben zudem bereits ein UCITS-konformes Produkt im Angebot.
Insgesamt planen rund ein Drittel der Studienteilnehmer Investitionen in UCITS-Fonds, hier vor allem die europäischen Investoren. Diese dürften für ein weiteres Wachstum dieses Segments sorgen. 45 % der Investoren würden allerdings einen Cayman-Fonds im Direktvergleich vorziehen. Interessanterweise planen selbst diese Investoren Allokationen in UCITS-konforme Produkte.
Quelle: Deutsche Bank
Bei der Frage nach den besten Aussichten für die Einzelstrategien liegen Global Macro und Equity Long/Short vorne, allerdings landet Equity Long/Short auch bei den negativ Einschätzungen hinter Tail Risk-Protection auf Platz zwei.