Warren Buffett nutzt auch Hedge-Fonds-Strategien
Der amerikanische Börsenveteran Warren Buffett, bekannt durch seine
konservative Buy-and-Hold-Strategie, nutzt nach einem Bericht der
"Financial Times" auch gern die Strategien von Hedge-Fonds, um
attraktive Erträge zu erzielen. Das Blatt vergleicht Buffetts Holding
"Berkshire Hathaway" sogar mit einem "Fund of Hedge Funds". Entgegen
seinem Grundsatz "buy and hold" soll Buffett in Wirklichkeit auch
häufig kurzfristige Trading-Geschäfte getätigt haben.
Dem Bericht zufolge hat Buffett auf der Jahreshauptversammlung von
"Berkshire Hathaway" 1998 behauptet, dass er mit der Strategie der
Merger Arbitrage in der Lage sei, 50 Prozent Gewinn in einem Jahr zu
erzielen. In 2002 hat der Vermögensverwalter laut "Financial Times" in
Pipes (Private Investments in Public Equities) von "Level 3
Communications" investiert. Nachdem die Beteiligung bekannt geworden
und der Aktienkurs des Unternehmens in Höhe geschossen sei, soll
Buffett seine Pipes in Aktien umgewandelt und verkauft haben. Dabei
habe er seinen Investmenteinsatz verdoppelt, schreibt das Blatt.
Desweitern berichtet die Zeitung über lukrative Geschäfte des
Börsen-Gurus durch den Kauf von Closed-End-Funds weit unter dem
Nettoinventarwert und dem Verkauf derselben nach gestiegener Notierung.
Auch auf den Commodity-Märkten soll Buffett Geschäfte gemacht haben. So
wird über einen günstigen Einstieg ins Silber berichtet, als das
Edelmetall 1997 sein Allzeit-Tief gegenüber dem Gold verzeichnete. Auch
die Strategien Fixed Income Arbitrage und Distressed Dept sollen zu den
Geschäftsfeldern Buffetts gehören.
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