01.06.2017 | Studie

EY: Wandel im Immobilien-Asset-Management

Die hohe Nachfrage nach Immobilieninvestments und das Thema Digitalisierung veranlasst die Asset-Management-Branche, ihre Produkte und Dienstleistungen anzupassen und auszubauen. EY hat in einer im Mai 2017 veröffentlichten Studie Asset-Management-Unternehmen des Segments Real Estate mit einem Gesamtvolumen von 95 Mrd. EUR in Deutschland zu dieser Entwicklung befragt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Digitalisierung die Geschäftsmodelle der Asset Manager verändern und der Fokus zunehmend auf Investment-Management und Property- und Facility-Management liegen wird. Dementsprechend hat sich auch das Leistungsangebot bereits ausgeweitet. Neben den Basisleistungen im Property-Management, wie der Auswahl und Steuerung von Dienstleistern, dem Controlling, der Budgetierung sowie dem Reporting, umfassen zusätzliche Ergänzungsleistungen etwa den An- und Verkauf, die Finanzierung, das Risikomanagement und Compliance sowie das Rechnungswesen. Großes Wachstumspotenzial ist sowohl in den Basisleistungen als auch in den Ergänzungsleistungen des Property-Managements vorhanden. Dies umfasst vor allem die klassischen Asset-Management-Bereiche Vermietung, Objekt- und Mieterbetreuung sowie die Zusatzleistungen Strategie, An- und Verkauf, Refurbishment und Projektentwicklung.


Quelle: EY

Während 40 % der Befragten bei dem Thema Digitalisierung noch am Anfang der Planungsphase stehen, wird von 17 % eine übergreifende Strategie verfolgt und 40 % fokussieren sich auf ausgewählte Bereiche. Für die nächsten drei Jahre sollen vorrangig die Prozessdokumentation, Mieter- und Objektverwaltung sowie das Reporting und Portfoliomanagement digitalisiert werden.


Quelle: EY

Unklare Verantwortlichkeiten im Unternehmen und die Vernachlässigung vonseiten des Topmanagements sind die größten Digitalisierungshürden. Stark ausbaufähig sind auch Vernetzung und Networking mit Start-ups, Forschungseinrichtungen oder Think Tanks zum Thema Digitalisierung. Auch wenn über die Hälfte der Asset Manager ihr Geschäftsmodell nicht grundlegend verändern will, soll die Digitalisierung aber dafür genutzt werden, Produkte und Services zu verbessern und auszuweiten.


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