13.04.2015 | Research

Währungsabsicherung steigert Sharpe Ratio für Smart-Beta-Strategien

QS Investors haben in einem aktuellen Forschungsbericht untersucht, ob Währungsabsicherungen bei Smart-Beta-Strategien langfristig empfehlenswert sind. Sie kommen zu dem Schluss, dass eine Währungsabsicherung für die meisten Investoren den risikoadjustierten Gewinn erhöht. Analysiert wurden Daten von drei Smart Beta Strategien über 35 Jahre und sechs Währungen. Es wurden eine gleichgewichtete, eine kapitalisierungsgewichtete und eine risikominimierende Strategie untersucht. Dabei konnte festgestellt werden, dass Währungsabsicherungen die Sharpe Ratio, vor allem für defensive Equity-Portfolios langfristig erhöhen. Die Währungsabsicherung geht zwar immer mit einem Sinken der durchschnittlichen Rendite einher, der risikoadjustierte Gewinn steigt jedoch langfristig deutlich. Kurzfristig wird die Sharpe Ratio von der Bewegung der Währung bestimmt.


Quelle: QS Investors

Eine naive 100%ige-Absicherung des Währungsrisikos ist allerdings für die meisten Investoren nicht zu empfehlen, da etwaige natürliche Hedges, aufgrund der Korrelation von Währungen mit der Wirtschaftsentwicklung, verloren gehen. Dies gilt insbesondere für Investoren aus rohstoffexportierenden Ländern, wie Kanada, Australien und einigen Emerging-Markets-Staaten.  Um die Absicherung optimal zu gestalten, ist es wichtig die Hedgeratio anzupassen und von der Basiswährung der Investoren, der Strategie sowie den Zyklen der Aktienmärkte abhängig zu machen.  Des Weiteren bleibt zu beachten, dass sich die Einflussfaktoren auf Aktienmärkte und Wechselkurse über die Zeit ändern. Dies erfordert, wenn auch nur in größeren Abständen, eine Anpassung der Hedgingstrategie.

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