Wachstum am Schweizer Asset Management Standort
Die Schweizer Asset-Management-Branche hat sich in einem herausfordernden Marktumfeld behauptet. Laut der Swiss Asset Management Study 2025 von der Beratungsfirma zeb und der Asset Management Association Switzerland (AMAS) belief sich das verwaltete Vermögen Schweizer Asset Manager zum Jahresende 2024 auf 3,45 Bio. CHF – ein Plus von durchschnittlich 5,5 % p. a. seit 2019 und eine vollständige Erholung vom Rückgang im Jahr 2022.

Quelle: zeb & AMAS
Im europäischen Vergleich rangiert die Schweiz auf Platz drei hinter dem Vereinigten Königreich und Frankreich. Schweizer Asset Manager verwalten 11 % der europäischen und rund 3 % der globalen AuM. Die zehn größten Anbieter vereinen dabei 43 % des in der Schweiz verwalteten Vermögens. Trotz dieser Konzentration bleibt das Wettbewerbsumfeld mit über 100 aktiven Gesellschaften dynamisch.
Rund 90 % des AuM-Wachstums resultieren aus Marktperformance – vor allem durch starke US-Erträge –, während Nettozuflüsse nur 10 % ausmachten. Der Anteil ausländischer institutioneller Kunden liegt bei etwa einem Drittel, was die Bedeutung der Schweiz im grenzüberschreitenden Asset Management unterstreicht. Gleichzeitig bleibt die Profitabilität trotz verbesserter Cost-Income-Ratio unter Druck, verursacht durch steigende Betriebs- und Verwaltungskosten und die Verlagerung in margenschwache Produkte.
Die führende Stellung der Schweiz im europäischen Asset Management beruht auf politischer Stabilität, dem Franken als sicherer Währung und ihrer Attraktivität für institutionelle und vermögende Anleger. Die eigenständige Regulierung außerhalb der EU hat sich bislang als vorteilhaft erwiesen. Allerdings steht die Rolle als sicherer Hafen zunehmend unter dem Einfluss makroökonomischer Unsicherheiten.
Vor diesem Hintergrund fokussieren Asset Manager auf strategische Neupositionierung: 71 % priorisieren eine stärkere Marktposition, gefolgt von Produktdiversifikation, technologischem Fortschritt, der Erschließung neuer Kundengruppen und (Kosten-)Effizienz. Besonders KI, Distributed-Ledger-Technologie und Tokenisierung gelten als Schlüssel zur Prozessoptimierung, etwa bei illiquiden Assets oder im Reporting. Nachhaltigkeit wird dabei nicht als Reaktion, sondern als Differenzierungsmerkmal verstanden: 52 % der AMAS-AuM gelten als nachhaltig verwaltet. Die Anwendung von Swiss Climate Scores und Stewardship Codes nimmt dabei weiter zu.
Auch M&A-Aktivitäten gewinnen an Bedeutung: 38 % der Manager verfolgen entsprechende Strategien – zwei Drittel davon mit dem Ziel, ihre Fähigkeiten gezielt auszubauen, etwa durch den Aufbau von Private-Market-Kompetenz. Private Equity, Private Debt und Infrastruktur gelten als zentrale Bausteine zur Ertragsdiversifikation in einem wachstumsbegrenzten Umfeld.

Quelle: zeb & AMAS
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