Wachsende Bedeutung von Immobilieninvestments für Institutionelle Investoren
Institutionelle Investoren setzen verstärkt auf die Anlageklasse Immobilien, zeigt eine Studie, die in Zusammenarbeit der Commerz Real AG und des Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin entstanden ist. Befragt wurden 122 institutionelle Investoren in Deutschland.
Derzeit beträgt der Immobilienanteil in den Portfolios rund 7 %, wobei 95 % der Befragten in Immobilien investiert sind. Für die kommenden drei Jahre rechnet die Studie mit einem Anstieg der Immobilienquote auf 9 %. Zwar sind mit 76 % die meisten Mittel in Gewerbeimmobilien - hauptsächlich in den Bereichen Büro und Einzelhandel - investiert, doch gewinnen auch Wohnimmobilien, deren Anteil gegenüber dem Vorjahr um 16 % zugelegt hat, zunehmend an Bedeutung.
Quelle: Steinbeis-Hochschule Berlin
Besonderer Beliebtheit erfreuen sich Immobilienanlagen in Deutschland, deren Anteil aktuell bei 58 % liegt. Auf das sonstige Westeuropa entfallen weitere 29 %. Am häufigsten erfolgen die Investments über Immobilienspezialfonds, die mit 69 % deutlich vor KG-Lösungen und Direktinvestitionen liegen. Offene Immobilienfonds sind dagegen für die institutionellen Investoren nahezu bedeutungslos. Bei der Gebührenstruktur präferieren die Anleger, wie auch in den Vorjahren, einen Mix aus Fix- und Performancegebühr, während rein auf der Performance-Fee-basierende Konzepte nicht überzeugen.
Wichtigstes Motiv für Immobilieninvestments ist mit 30 % die Sicherheit. Daher werden vor allem wertstabile Objekte in Core und Core+ Lagen nachgefragt. Auffällig ist zudem, dass das Thema Nachhaltigkeit für die Investoren wichtiger wird. Hier gehen die Anleger davon aus, dass die Relevanz von "Green Buildings" weiter steigen wird. Von diesem Trend dürften Büroimmobilien am stärksten profitieren.
Quelle: Steinbeis-Hochschule Berlin