Volatilität als Crash-Indikator ungeeignet
Didier Sornette, Peter Cauwels und Georgi Smilyanov vom Swiss Finance Institute haben in einem Forschungspapier untersucht, ob die Entwicklung der Volatilität einen geeigneten Indikator zur Prognose von Blasen bzw. Crashs am Finanzmarkt darstellt. Hierzu analysieren sie 40 Blasen in verschiedenen Aktien-, Rohstoff- und Währungsmärkten von der Großen Depression 1929 über den Black Monday und die Dot-Com Bubble bis hin zur Gold-Bubble 2011. Es zeigt sich, dass die Volatilität weder zur systematischen und verlässlichen Identifizierung von Finanzblasen geeignet ist, noch Hinweise auf ein bevorstehendes Platzen liefert. In 65 % der untersuchten Fälle war die Volatilität im Verlauf der Blase relativ niedrig, lediglich bei 35 % ist erhöhte Volatilität feststellbar.
Auch ein Anstieg der Volatilität vor dem Platzen einer Blase lässt sich nicht konsistent nachweisen. In manchen Fällen steigt die Volatilität, in anderen sinkt sie und in den meisten Fällen verändert sie sich während des Blasenverlaufes kaum. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung am deutschen Aktienmarkt um den Crash des Jahres 1998: Die Volatilität blieb über das Jahr 1998 weitgehend auf demselben Niveau und ging in den Monaten vor dem Crash tendenziell sogar leicht zurück. Auch unmittelbar vor Beginn der Korrektur lässt sich kein Anstieg der Volatilität feststellen. 
Quelle: Sornette, Caulwels, Smilyanov, 2017
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