27.07.2010 | Report

Versicherungen nutzen Risikokapitalquote nicht aus

Die deutschen Erstversicherer nutzen den ihnen gesetzlich gegebenen Spielraum für risikobehaftete Asset-Klassen nicht aus. Dies geht aus dem aktuellen Jahresbericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hervor. Von der möglichen Risikokapitalquote von 35 % werden bisher im Durchschnitt nur 11 % genutzt. So liegt die durchschnittliche Allokation in Aktien bei 3,7 %, die Quoten für Hedgefonds und High Yield sind mit 0,5 % und 0,8 % ebenfalls niedrig, die Beteiligungsquote liegt bei 0,6 %.


Quelle: BaFin

Gründe für die geringe Auslastung der Quoten könnten die bisher relativ geringen Maximalgrenzen von 5 - 10 % sein, die den Aufwand für eine Allokation in Alternatives, insbesondere für kleinere Versicherer, zu groß erscheinen ließen. Aus diesem Grund dürfte eine Beobachtung der Allokationen im nächsten Jahr besonders interessant sein, da sich die Möglichkeiten der Versicherer durch die  Änderungen zur Anlageverordnung deutlich erweitert haben (vgl.  Absolut|report-News "<link news detail external-link-new-window external link in new>Neue Anlageverordnung für Versicherungsunternehmen in Kraft getreten").


Quelle: BaFin

Die neue Anlageverordnung könnte damit zu einem erheblichen Kapitalzufluss in Alternatives führen. Ende 2009 verwalteten die deutschen Erstversicherer ca. 1.100 Mrd. Euro.

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