Versicherer vergrößern ihre Immobilienbestände
Rund 7 % ihrer Kapitalanlagen halten deutsche Versicherungsunternehmen aktuell in Immobilien, zeigt eine Studie von Ernst & Young, die Anfang Juni veröffentlicht wurde. Gemessen an Marktwerten stieg die Immobilienquote der befragten Unternehmen verglichen mit dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte. Bis Ende des Jahres planen die Teilnehmer der Umfrage, ihre Quote auf 7,6 % zu erhöhen. Beliebtester Zugangsweg sind dabei unverändert direkte Anlagen, rund 70 % des Bestands wird direkt gehalten.
Quelle: Ernst & Young
Ebenfalls nachgefragt werden offene Immobilienspezialfonds nach deutschem Investmentgesetz, geschlossene Immobilienfonds und gezielte Projektentwicklungen. Zum Vorjahr stark gestiegen ist das Interesse an ausländischen Immobilienspezialfonds. Auch alternative Immobilieninvestments, wie etwa Real-Estate-Debt-Fonds sind weiterhin gefragt. Der größte regionale Fokus liegt wenig überraschend auf deutschen Immobilien, insbesondere aus Einzelhandel, Büro und Wohnen. Doch auch nordamerikanische Immobilien rücken wieder mehr in das Interesse der Assekuranz, hier sind deutlich mehr Zu- als Verkäufe geplant.
Quelle: Ernst & Young
Insgesamt berichtet der Report von einer wiederkehrenden Risikobereitschaft. Die Bedeutung von Immobilien in B-Lagen und Value-Added-Investitionen hat weiter zugenommen. 80 % der Befragten suchen nach Wohnungsinvestments in B-Städten außerhalb der Metropolregionen. Eine Immobilienblase in Deutschland sehen die meisten Befragten allerdings nicht, lediglich 15 % sind der Meinung das Preisniveau sei aufgeheizt.