22.11.2012 | Research

Versicherer brauchen Kapitalmarkt für Langlebigkeitsrisiken

Die Schaffung eines Kapitalmarktes für Langlebigkeitsrisiken ist Thema des aktuellen Reports "A mature market: Building a capital market for longevity risk" von Swiss Re. Besonders betroffen sind Pensionseinrichtungen, da diese weltweit im Durchschnitt eine Unterdeckung aufweisen und die vorherrschenden Defined-Benefit-Pläne besonders stark dem Risiko einer steigenden Lebenserwartung ausgesetzt sind. Ein liquider und gut funktionierender Kapitalmarkt zum Transfer dieser Risiken ist daher von großer Bedeutung, schreibt Swiss Re.
Anhand der Beispiele der Märkte für Inflationsrisiken in Großbritannien und für Insurance-Linked Securities zeigt der Report die notwendigen Bausteine eines solchen Markets auf. Diese sind ein gültiger Rechtsrahmen, von allen Marktteilnehmern respektierte Benchmarks, transparente Bewertungsmethoden, die Verwendung von unabhängigen Modellen, die Information der Investoren und eine Risikoprämie, die Investoren anzieht.


Quelle: Swiss Re

Hürden dürften die im Vergleich zu Langlebigkeitsrisiken eher kurzfristigen Ziele der Investoren sowie die Risiken sein, die mit einem so langen Zeitraum einhergehen. Investoren können sich in dem ebenfalls von Swiss Re veröffentlichten Report "Understanding the Drivers of Longevity" umfangreich über das Thema informieren. Auf 100 Seiten erläutern Wissenschaftler und Versicherer die biometrischen und versicherungstechnischen Aspekte einer höheren Lebenserwartung und aktuelle Entwicklungen auf diesem Gebiet, beispielsweise in der Gentechnik oder Nanomedizin.


Quelle: Swiss Re

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