Vermeidbare Kosten beim Rebalancing von Indexfonds
Zu den Vorteilen von passiven Investments zählen in der Regel niedrige Kosten, hohe Liquidität und geringe Handelskosten sowie eine breite Partizipation an einem bestimmten Marktsegment. Vor diesem Hintergrund untersuchen vier Autoren von Research Affiliates (Rafi), welche Bedeutung Handelskosten und die grundsätzlich vorhersehbaren Trades passiver Investoren für die Qualität von passiven Anlagen haben. Denn traditionelle kapitalisierungsgewichtete Indizes fügen Aktien mit hohen Bewertungsmultiplikatoren nach anhaltender Outperformance hinzu und verkaufen Aktien mit niedrigen Bewertungsmultiplikatoren nach anhaltender Underperformance.

Quelle: Arnott, Brightman, Kalesnik, Wu (Rafi, 2022)
Für den S&P 500 Index zeigen die Autoren, dass im Jahr nach einer Indexänderung die hinzugefügten Titel im Verhältnis zu den diskretionären Streichungen etwa 22 % verlieren. Sie schlagen einfache Regeln vor, um diese Diskrepanz auszunutzen, wie z.B. der Handel vor den Indexfonds oder die Verzögerung von Portfolioanpassungen um 3 bis 12 Monate. Beides kann bis zu 23 Basispunkte Performance hinzufügen. Dieser Vorteil verdoppelt sich, wenn ein Portfolio nicht nach dem Marktwert, sondern nach der fundamentalen Größe eines Unternehmens oder seiner durchschnittlichen mehrjährigen Marktkapitalisierung gewichtet wird.

Quelle: Arnott, Brightman, Kalesnik, Wu (Rafi, 2022)
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