25.07.2022 | Studie

Vergleich von Klimaneutralitätsstudien

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat in einer Studie die Szenarien von fünf Instituten über Deutschlands Transformation zur Klimaneutralität bis 2045 verglichen. Dazu zählen Leitstudien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, des Kopernikus-Projekts Ariadne, von der Stiftung Klimaneutralität, Agora Energiewende und Agora Verkehrswende, sowie von der dena selbst und des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Alle Studien erreichen das Ziel, den Treibhausgas-Ausstoß bis 2030 um 65 % gegenüber 1990 zu mindern. Auch der Endenergieverbrauch sinkt in allen Szenarien (bis 2030 um rund 20 %, bis 2045 um rund 45 %). Wichtigster Energieträger zur Deckung des Endenergieverbrauchs wird bis 2045 Strom sein.
 


Quelle: dena
 

Alle Studien sehen die Notwendigkeit, CO2-frei hergestellten Wasserstoff einzusetzen, in der Regel aber erst nach 2030, wenn genügend Kapazitäten vorliegen. Die Studien unterscheiden sich in der Frage, woher der Wasserstoff kommt, in welchem Umfang er durch Elektrolyse im Inland erzeugt oder importiert werden muss.
 


Quelle: dena
 

Auch die Energieeffizienz spielt eine entscheidende Rolle. In allen Szenarien liegt beispielsweise die mittlere Gebäude-Sanierungsrate bis 2030 zwischen 1,4 und 1,6 % (heute 1,0 %). Selbst bei einer deutlichen Steigerung dieser Rate zeigt dies aber erst mittelfristig Wirkung.

 

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