Verfall der Laufzeitenprämie wesentlich für Absinken langfristiger Zinsen
Peter Hördahl, Jhivesh Sobrun und Philip Turner von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich untersuchen Bestimmungsfaktoren von Zinssätzen in Industrie- und Entwicklungsländern. Hierfür fokussieren sich die Autoren auf zwei wesentliche Benchmarks, die Federal Funds Rate für die kurze Frist und den globalen Realzins für die langfristigen Zinsen, der nicht durch eine einzige Zentralbank beeinflusst werden kann. Zentralbanken kleinerer Volkswirtschaften haben nur sehr begrenzte Einflussmöglichkeiten auf die Entwicklung ihrer langfristigen Zinssätze, gleiches gilt für Zinserhöhungen der Federal Reserve. Eine Erhöhung des US-Leitzinses um einen Prozentpunkt sorgt statistisch für einen Anstieg der langfristigen Zinssätze im Ausland um 6 bis 7 Basispunkte. Auf der anderen Seite haben sich die Korrelationen zum langfristigen US-Zins sowohl in Industrie- als auch Entwicklungsländern über die letzten Jahre erhöht. Im Zeitraum seit 2005, vor allem in den letzten Jahren, geht ein Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen um einen Prozentpunkt mit einer Erhöhung der langfristigen Zinsen um 0,7 bis 0,8 Prozentpunkte in anderen Bond-Märkten einher. 
Quelle: BIZ
Langfristige US-Zinssätze werden von den Autoren in zwei Komponenten aufgespalten, die erwarteten kurzfristigen Zinsen in der Zukunft und eine Laufzeitprämie. Es zeigt sich, dass die Rückgänge der langfristigen Zinsen sich nahezu ausschließlich durch die Verringerung der Laufzeitprämie erklären lassen. Die Gründe hierfür lassen sich nicht ohne Weiteres herleiten, möglich sind demographische Effekte oder die erwartete zukünftige Produktivität.
Absolut Research unterstützt institutionelle Investoren bei der Selektion von Asset Managern mit der monatlichen Publikation Absolut|ranking. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Universen.