Verbreitung von ETFs und Faktorstrategien nimmt zu
Seit 2006 hat der Anteil der institutionellen Investoren die ETFs nutzen in Europa von 45 auf 92 % zugenommen, zeigt eine umfangreiche Studie des EDHEC-Risk Institutes.
Dabei steht das Ziel eines breiten Markt-Exposures im Vordergrund, insbesondere für langfristige Buy-and-Hold Investments. In traditionellen Asset-Klassen wie Aktien oder Staatsanleihen ist die Zufriedenheit der Investoren mit über 90 % hoch, weniger positiv werden dagegen ETFs für alternative Segmente wie Hedgefonds bewertet. Die Hälfte der Befragten plant eine Ausweitung ihrer ETF-Engagements. Gründe hierfür sind Kostenreduzierungen, die Ersetzung aktiver Manager, aber auch die Ablösung anderer passiver Investments. Bei der ETF-Selektion spielt neben den Kosten die Effizienz der Indexreplikation eine entscheidende Rolle. Befragt wurden 163 europäische Investment Professionals. 
Quelle: EDHEC-Risk Institute
Das zweite Thema der Studie sind Smart-Beta-Strategien, die von 46 % der Befragten verwendet werden. Weitere 28 % überlegen, dies in Zukunft zu tun. Wichtigster Grund für Investments ist die erwartete Outperformance (73 %). Auch der Aspekt Risikomanagement spielt eine wichtige Rolle. Dennoch machen Smart-Beta-Produkte bei 83 % der Investoren weniger als 20 % des Portfolios aus.
Bezüglich der Faktoren ist den Anlegern der langfristige empirische Nachweis der Faktorprämie am wichtigsten, gefolgt vom Vorhandensein einer rationalen Erklärung als Risikoprämie und der Einfachheit der Implementierung sowie geringem Turnover. Für die Zukunft besteht insbesondere Interesse an Smart-beta-Lösungen im Fixed-Income-Bereich. Unabhängig von Faktorstrategien ist das Interesse an ethischen bzw. SRI-ETFs am höchsten (34 %).
Quelle: EDHEC-Risk Institute
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Smart-Beta- und Factor-Investing-Strategien jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Smart Beta Equity und Smart Beta Fixed Income & Commodity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 31 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 140 Vergleichsgruppen.