06.03.2008 | Studie

Venture Capital Deutschland

Die Consultants Fleischhauer, Hoyer & Partner sehen für Venture Capital in Deutschland einen positiven Trend. Die Anfang 2008 veröffentlichten Highlights zum 4. Quartel 2007 ergeben folgendes Bild: Im Jahr 2007 schlossen deutsche Venture Capital Gesellschaften wieder mehr neue Beteiligungen ab. Die Anzahl der Erstinvestments, bei denen sich eine VC-Firma erstmals an einem Unternehmen engagiert, erreichte mit 195 Beteiligungen ihren höchsten Stand seit dem Platzen der dotcom-Blase im Jahr 2001. Rechnet man die Investments in bestehende Portfolio-Unternehmen hinzu, wurden insgesamt 361 Beteiligungen mit einem Volumen von 440 Mio. Euro abgeschlossen. Im Vergleich zum Jahr 2006 entspricht die jüngste Entwicklung jedoch nur einem marginalen Anstieg von 4 Prozent. In dem traditionell starken Schlussquartal musste sogar ein deutlicher Einbruch von über 10 Prozent hingenommen werden. Die Venture Capital Investitionen konnten sich somit seit der Jahrtausendwende nicht nachhaltig erholen und liegen noch immer gut 30 Prozent unter ihrem Zehnjahresdurchschnitt.

Im 4. Quartal 2007 wurden insgesamt 91 Beteiligungen mit einem Volumen von 107 Mio. Euro gemeldet. Im Vergleich zum Vorquartal entspricht dies einem Rückgang von 13% bei den Beteiligungen und 8% des investierten Kapitals. Im Jahresvergleich konnten somit die Investitionen in 2007 auch nur leicht die Investitionen des Vorjahres übertreffen: Die Anzahl der Beteiligungen stieg auf 361 nach 347 in 2006, und das investierte Kapital erhöhte sich marginal auf 440 Mio. EURO nach zuvor 426 Mio. Euro.

Zudem erkennen die Autoren zunehmend eine Sektorrotation: Weg von den klassischen VC-Sektoren Software und Biotech, hin zu Branchen wie Energie-, Umwelt- und Medizintechnik, die auch in Deutschland stark vertreten sind.

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