VC-Investoren beteiligen sich mit kleineren Volumina
Die deutschen Venture Capital Unternehmen haben nach einer neuen
Umfrage der Beratungsgesellschaft "Mackewicz & Partner" im dritten
Quartal dieses Jahres die Summe ihrer durchschnittlichen Beteiligung um
fast 30 Prozent reduziert. Danach stieg zwar die Anzahl der
abgeschlossenen Investments von 78 im zweiten auf 97 im dritten
Quartal, zugleich fiel aber das Volumen der gesamten Investitionen von
450 Millionen im zweiten auf rund 400 Millionen Euro im dritten
Quartal. An dem Venture Capital Panel der Münchner Berater nehmen
zurzeit 40 VC-Unternehmen teil.
Der Mitteilung zufolge reduzierten die von Mackewicz erfassten
VC-Investoren im dritten Quartal die Höhe ihrer durchschnittlichen
Beteiligung von zuvor knapp 6 Millionen Euro auf nunmehr 4,1 Millionen
Euro. Während die Zahl der Erstinvestments mit 24 unverändert gegenüber
dem Vorquartal geblieben war, stieg die Zahl der Folgeinvestments von
53 auf 73 im dritten Quartal.
Wie "Mackewicz & Partner" weiter berichten, wurden im abgelaufenen
Vierteljahr 14 Unternehmen, die die Erwartungen der Investoren nicht
erfüllt haben, abgeschrieben. Im zweiten Quartal waren dies erst 12.
Die Biotechnologie-Branche hat im dritten Quartal knapp 64 Prozent des
investierten Kapitals absorbiert. Das waren der Mitteilung zufolge 256
Millionen Euro. Im Vorquartal waren in diese Branche erst 51 Prozent
bzw. 231 Millionen Euro geflossen. Gut die Hälfte des ausgereichten
Kapitals wurde im vergangenen Quartal in deutsche Unternehmen
investiert, über in Drittel in amerikanische. Nach deutschen
Bundesländern gestaffelt, flossen mit 72 Millionen Euro die meisten
Gelder nach Berlin. Bayern absorbierte 54 Millionen Euro und
Nordrhein-Westfalen 31 Millionen Euro.
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