Unterstützung für Social Enterprises in den Emerging Markets
In den letzten Jahren gab es einen signifikanten Anstieg der bereitgestellten Mittel für Sozialunternehmen in Schwellenländern. Basierend auf einer Umfrage des Overseas Development Institute (ODI) in Großbritannien konnte ein Volumen von mehr als 500 Mio. US-Dollar unterstützende Mittel für den Zeitraum zwischen 2010 und 2012 identifiziert werden. Diese Umfrage soll den Grundstein für eine umfassende Analyse der Mittelzuwendungen legen und basiert in ihrer ersten Fassung auf den Antworten von lediglich zehn Teilnehmern. Die Datenerhebung erfolgte für zwei Segmente, zum einen zur Art der Unterstützung auf Unternehmensebene, der sog. Social Enterprise Growth Path (SEGP) und zum anderen zur allgemeinen Entwicklung der Marktinfrastruktur, der Social Enterprise Market Infrastructure (SEMI).
Quelle: ODI
Im ersten Teil der Studie wurden die Teilnehmer hinsichtlich des Anteils befragt, welcher direkt an die Sozialunternehmen ging. Demnach flossen über 450 Mio. US-Dollar direkt in die Unternehmen, wobei sich mit einem Anteil von 80 % der Großteil der Empfänger in der "Grow"-Stufe befinden. Lediglich 3 % der gesamten Mittel werden in der "Seed"-Phase und 15 % in der "Validate"-Phase bereitgestellt. Die Mittelzuwendung findet dabei hauptsächlich über Investmentfonds statt, gefolgt von Zuwendungen der NGOs und Stiftungen. Das Gesamtvolumen unterteilt sich zu 61% in Fremdkapital, 18 % entfallen auf Zuschüsse. Eigenkapital macht rund 16 % des Förderungsvolumens aus. Zudem sind 5 % auf nicht-finanzielle Hilfen zurückzuführen.
Quelle: ODI
Die Untersuchung der Social Enterprise Market Infrastructure (SEMI) ergab, dass die Unterstützung zu 98 % von Stiftungen, Wohltätigkeitsorganisationen und NGOs gewährt wurde. Die Bereitstellung des Förderungsvolumens erfolgt zu 82 % durch Zuschüsse und 8 % durch Fremdkapital. Der Rest wurde in Form nicht-finanzieller Hilfen beigesteuert.