Unterschiede in der Asset-Allokation von Pensionsfonds
Angesichts des langfristigen Charakters ihrer Verpflichtungen und niedriger Zinssätze an den Kapitalmärkten haben viele Pensionsfonds den Anteil alternativer Investments in ihrer Asset-Allokation ausgebaut. Eine neue OECD-Studie beleuchtet diese Entwicklung und legt dabei einen Schwerpunkt auf Infrastrukturinvestments. Insgesamt werden 86 Pensionsfonds und öffentliche Pensionsreservefonds (PPRFs) mit zusammen 9,7 Billionen US-Dollar Assets under Management untersucht.
Quelle: OECD
Der größte Teil der Investments wird sowohl bei Pensionsfonds als auch bei PPRFs in festverzinslichen Wertpapieren und Cash, gefolgt von Aktien, angelegt. Alternative Investments machen im Schnitt rund 15 % aus. Im Zeitverlauf zeigt sich, dass die Aktienquote zugunsten alternativer Investments und Fixed-Income-Instrumente reduziert wurde. Zwar zeigt der Trend bei Infrastrukturinvestments nach oben, - so hat etwa der größte US-Pensionsfonds CalPERS seine Zielquote von 2 auf 3 % erhöht - doch unter dem Strich ist das Segment mit einem Anteil von 1 % an den verwalteten Assets noch sehr gering. Dies entspricht 72,1 Mrd. US-Dollar, die sich in nicht gelistete Aktien, Direktinvestments und Fonds aufteilen.
Quelle: OECD
Zwischen den einzelnen Pensionsfonds besteht eine große Spannbreite hinsichtlich der jeweiligen Asset-Allokation. Der russische VTB Pensionsfonds ist ausschließlich in Renten und Cash investiert, während der türkische OYAK über die Hälfte in alternativen Investments anlegt. Auch der kanadische OMERS hat hier eine Zielallokation von 47 %. Ein ähnlich heterogenes Bild zeigt sich bei den PPRFs.
Auch bei der Frage, in welchem Umfang SRI-Kriterien in der Anlageentscheidung berücksichtigt werden, ergibt sich eine ähnliche Situation. Unterschiede zwischen Pensionsfonds und PPRFs bestehen hingegen beim Anteil des im Ausland investierten Vermögens: Während erstere im Schnitt unter 40% im Ausland anlegen, sind es bei letzteren bis auf einige Ausnahmen größere Exposures.
In einer weiteren Studie untersucht die OECD die Verteilungswirkungen aktueller Rentenreformen.