Unternehmen schütten Rekorddividenden aus
Unternehmen weltweit schütteten im vergangenen Jahr erstmals mehr als 1 Billion US-Dollar an ihre Aktionäre aus, zeigte der Anfang März veröffentlichte Henderson Global Dividend Index. Das globale Dividendenvolumen stieg seit 2009 um 43 % und erreichte 2013 ein neues Rekordniveau. Durchschnittlich betrug das Dividendenniveau 9,4 % p.a. in den letzten fünf Jahren. Insbesondere in Schwellenländern, allen voran China und Russland, stiegen die Ausschüttungen rapide. Im letzten Jahr entfiel ein Siebtel der weltweit ausgeschütteten Dividenden auf Schwellenländer, ein Anstieg um 107 % in den letzten fünf Jahren.
Quelle: Henderson
Dennoch verlangsamte sich das Wachstum in den letzten Jahren. Insbesondere die Wechselkursentwicklung zum US-Dollar und schwankende Rohstoffpreise wirkten sich bremsend auf die Ausschüttungspolitik vieler Schwellenländer-Unternehmen aus. Auf Europa ohne Großbritannien entfielen knapp 20 % der weltweiten Dividenden, in den letzten fünf Jahren war trotz Schuldenkrise ein Anstieg um 8 % zu beobachten. Folglich ergibt sich für die Entwicklung in den einzelnen Staaten Europas ein sehr gemischtes Bild. In Skandinavien und Deutschland wuchsen die Ausschüttungen am stärksten, während sie im Vergleich zu dem Jahr 2009 in den Krisenstaaten deutlich geringer ausfielen.
Quelle: Henderson
Ein Viertel der weltweiten Dividenden entfiel auf Unternehmen aus dem Finanzsektor, die 2013 knapp 220 Mrd. US-Dollar ausschütteten. Das größte Wachstum seit 2009 erlebte mit 109 % der Technologiesektor, dessen Unternehmen im Jahr 2013 rund 63 Mrd. US-Dollar auszahlten. Energieunternehmen schütteten rund 130 Mrd. US-Dollar aus. Die zehn größten Dividenenzahler schütteten 2013 ein Elftel aller Dividenden weltweit aus.