31.01.2019 | Studie

Trends im deutschen Immobilienmarkt

EY hat das jährlich erscheinende Trendbarometer zum deutschen Immobilienmarkt veröffentlicht, für das 300 Investoren nach ihrer Einschätzung befragt wurden.  Demnach stufen 97 % der Befragten Deutschland auch 2019 als attraktiven bis sehr attraktiven Standort für Immobilien-Investments ein. Entscheidend ist der konkrete Standort, die weitere Zinsentwicklung und das Preisgefüge. Im Vergleich zu den europäischen Immobilienmärkten verliert Deutschland leicht an Attraktivität.
Die Befragten prognostizieren, dass sich das Investmentvolumen 2019 seitwärts bewegen wird. Ein Grund hierfür könnte der Mangel an Produkten sein. Konkret wird für 2019 mit einem Transaktionsvolumen von 72-75 Mrd. Euro gerechnet, was einem leichten Rückgang gegenüber 2018 entsprechen würde.

Während das Interesse an Einzelhandelsimmobilien deutlich abgenommen hat, sind Büro- und Wohnimmobilien nach wie vor stark gefragt. Im Bürosegment bevorzugen die Investoren weiterhin Berlin und Frankfurt, dicht gefolgt von Hamburg und München. Bei Wohnimmobilien stehen Berlin und Hamburg im Fokus, gefolgt von Leipzig/Dresden und Nürnberg/Erlangen/Fürth.

Da sich der Immobilienmarkt in einer späten Phase des Zyklus befindet, werden Gewinnmitnahmen durch Verkäufe für Investoren interessanter. Außerdem gewinnt der Ankauf selektiver und Nischenprodukte  zunehmend an Relevanz.


Quelle: EY

Bestimmte Asset-Klassen profitieren auch in der Immobilienwirtschaft von der Digitalisierung. Hierzu zählen nach Einschätzung der Befragten vor allem Coworking-Produkte sowie Serviced- und Mikroapartments. Hinzu kommt das schnelle Wachstum im E-Commerce und den damit verbundenen Logistikimmobilien. Die Einführung des Mobilfunkstandards 5G wird als Katalysator für die als Megatrend eingestufte Digitalisierung der deutschen Immobilienwirtschaft gesehen. Daneben werden der demografische Wandel und die Zinsentwicklung den Markt stark beeinflussen, schätzen die Befragten.


Quelle: EY


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