Trends bei Private-Market-Anlagen in Infrastruktur
Die Nachfrage nach Eigenkapitalbeteiligungen an Infrastrukturprojekten befindet sich auf einem Allzeithoch, berichtet UBS in einer Marktanalyse. Knapp 90 Mrd. US-Dollar betrug demnach das 2018 von Spezialfonds aufgenommene Kapital - rund 16 Mrd. US-Dollar mehr als im Vorjahr. Das Transaktionsvolumen lag leicht unter dem Rekordniveau der beiden Vorjahre. Die Marktteilnehmer sind dabei tendenziell etwas risikobereiter geworden. Rund die Hälfte der lancierten Fonds zielt auf eine Value-add-Strategien ab. Diese suchen insbesondere Wertsteigerungen um Total Returns zu erzielen, während klassische Core-Strategien eher auf die Erzielung von laufenden Erträgen ausgerichtet sind.
Quelle: UBS, MSCI
Auch der Bereich Infrastructure Debt rückt weiter in den Fokus von institutionellen Investoren. Allerdings wird hier immer noch rund 80-90 % des Finanzierungsbedarfs durch klassische Bankkredite gedeckt. In den letzten zwei Jahren gingen neun Senior Debt Fonds an den Markt und konnten rund 3,4 Mrd. US-Dollar bei Investoren aufnehmen. Angesichts möglicherweise steigenden Zinsen gehen die Autoren davon aus, dass auch im Infrastructure-Debt-Markt höhere Spreads zu vereinnahmen sein werden, da Deals oftmals mit einer Illiquiditätsprämie über vergleichbaren Corporate Bonds kalkuliert werden. Aufgrund der langfristigen Vertragsstruktur dürfte eine Zinssteigerung jedoch erst mit einiger Verzögerung im Private-Debt-Markt sichtbar werden, schlussfolgern die Autoren.
Quelle: UBS
Das komplette Spektrum der Private Markets deckt der im Oktober 2018 erschienene Absolut|spezial Private Markets ab. Diese Sonderpublikation enthält u.a. Beiträge zu Private Equity, Infrastrukturinvestments, Private Debt und Private Lending sowie die Regulierung von Kreditfonds in Deutschland und Luxemburg.