08.05.2012 | Research

Style-Drift bei Fondsmanagern und Outperformance

Russ Wermers von der University of Maryland at College Park hat im März eine wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht, in welcher er den Style-Drift von Fondsmanagern untersucht und Parallelen zur Performance herstellt.

Style Drift bezeichnet die Faktorladungen des Managers in den Aktienkategorien nach Marktkapitalisierung, Value vs. Growth und Momentum. Viele Fondsmanager verfolgen einen bestimmten Stil oder eine Kombination mehrerer Stile. Da Investoren die gesamten Portfoliobewegungen nicht überwachen können, analysiert der Autor anhand eigens entwickelter Kennzahlen für eine große Menge an Daten, ob ein Style Drift existiert und Auswirkungen auf die Performance hat.

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Style Drift existiert, sowohl für aktive Managemententscheidungen, als auch durch das passive Halten eines Titels. Am stärkste ist der Drift für den Momentum-Faktor, was darauf hindeutet, dass Manager gezielt nach Momentum günstig bewertete Titel aussuchen. Fonds mit dem Ziel Wertzuwachs weisen einen deutlich höheren Drift aus, als Fonds mit einem Fokus auf regelmäßige Cash Flows, ebenso kleine Fonds mehr als große Fonds.


Quelle: Wermers (2012)

Manager mit einem sehr hohen Style Drift liefern im Durchschnitt die höchste Outperformance. Dieses Ergebnis ist konsistent mit den Ergebnissen vorangegangener Arbeiten zum Active Share.

Zum Thema Active Share lesen Sie auch "Kapitalmarktentwicklung, aktives Management und Outperformance" und "Abhängigkeiten von Outperformance und Manageraktivität".

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