Strukturwandel bei Büroimmobilien
Der Asset Manager Catella beobachtet eine Dynamisierung der Büromärkte in einer Analyse von tempörar nutzbaren Co-Working-Flächen, sog. Flexible Workspace. Demnach lassen die Pay-Per-Use-Mentalität und die Flexibilität in der Arbeitswelt eine neue ökonomische Sichtweise auf die Nutzung und die traditionelle, auf Langfristigkeit angelegte Miet- und Zahlungsbereitschaft für Büroflächen entstehen. Die flexibel nutzbaren Raum- und Flächenkonzepte entstehen zumeist in europäischen Innenstädten und an strategischen Standorten wie Flughäfen, Bahnhöfen und in Kombination mit urbanen Wohn- und Einzelhandelskonzepten.
Quelle: Catella
In Europa beträgt der derzeitige Flächenbestand demnach rund 2.1 Mio. Quadratmeter. Die größten Märkte bestehen in Deutschland, Großbritannien und Spanien, in den Zentren London, Madrid, Barcelona sowie den deutschen A-Standorten. Der Wechsel von Euro-pro-Fläche zu Euro-pro-Zeiteinheit als Einheit zur Kostenbemessung und Vergleichbarkeit für einen Arbeitsplatz stellt eine strukturprägende Veränderung in der Arbeitswelt dar, urteilen die Autoren. Zwar ist der Anteil am europäischen Büroflächenmarkt mit 0,76 % noch gering, basierend auf den strukturellen Veränderungsprozessen und einer steigenden Investorennachfrage, erwarten die Autoren jedoch eine starke Zunahme an Flexible-Workspace-Centern sowie deren Ausbau.
Das komplette Spektrum von Immobilien und Infrastruktur deckt der im September 2017 erschienene Absolut|spezial Real Assets ab. Diese Sonderpublikation enthält u.a. Beiträge zu Spezial-Immobilienfonds, Investments in Energieinfrastruktur, Bewertung von Infrastrukturinvestments sowie rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen.