Stranded-Asset-Risiken werden unterschätzt
Die sinkenden Kosten für Elektrofahrzeuge und Solartechnik können dazu beitragen, dass sich die weltweite Nachfrage nach Öl und Kohle ab 2020 drastisch reduziert, zeigt ein Bericht des Grantham-Instituts am Imperial College London und der Carbon Tracker Initiative. Die Szenarioanalyse der Autoren weist darauf hin, dass große Energieunternehmen die Entwicklungen derzeit unterschätzen und Stranded-Asset-Risiken nicht angemessen berücksichtigen. Allein das Wachstum bei Elektrofahrzeugen (EVs) könnte demnach dazu führen, dass 2 Millionen Barrel Öl pro Tag (mbd) bis 2025 verdrängt werden - das gleiche Volumen, das den Ölpreiskollaps 2014-15 verursacht hat, betonen die Autoren. Dieses Szenario sieht eine Verdrängung von 16 Millionen Barrel Öl pro Tag bis 2040 und 25 mbd bis 2050 vor.
Quelle: Carbon Tracker Initiative
Für Investoren bedeutet dies, Anlagen im Energiesektor auf den Prüfstand zu stellen und Reporting bezüglich der Zukunftsszenarien einzufordern. Darüber hinaus untersucht die Studie die disruptiven Kräfte von Low-Carbon-Technologien für die globalen Energiemärkte, Individualmobilität und das Erreichen des 2-Grad-Ziels der Vereinten Nationen.
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