06.04.2016 | Märkte

Steigender Rechnungszins entlastet Pensionseinrichtungen

Ein im März erschienener Marktbericht von Willis Towers Watson zeigt, dass die Pensionsverpflichtungen der DAX-Unternehmen im Jahr 2015 um 2,4 Prozentpunkte auf 364 Mrd. Euro gesunken sind. Der im Median um 25 Basispunkte angestiegene IAS-Rechnungszins sorgte für Entlastung bei den Pensionsverpflichtungen. Das Planvermögen betrug 235 Mrd. Euro, was einer Zunahme von 2,9 % entspricht. Der Anstieg des Pensionsvermögens ist vor allem auf Kursgewinne am Aktienmarkt zurückzuführen, meinen die Autoren. 


Quelle: Willis Tower Watson

Der Deckungsgrad erreichte damit ein durchschnittliches Niveau von 65 %. Die individuellen Ausfinanzierungsgrade der DAX-Konzerne fallen mit einer Bandbreite von 4% (Vonovia) bis 101 % (Deutsche Bank) jedoch sehr heterogen aus. Der internationale Vergleich zeigt, dass die durchschnittliche Quote der DAX-Unternehmen noch deutlich unter dem Ausfinanzierungsgrad der Fortune-1000-Unternehmen liegt.


Quelle: Willis Tower Watson

Rund die Hälfte der befragten Arbeitgeber rechnen in Zukunft mit höheren Kosten für die betriebliche Altersvorsorge (bAV), möchten sie aber weiterhin anbieten. Ein Rechenbeispiel veranschaulicht, dass sich die Altersvorsorgekosten für eine 35-jährige Person innerhalb der letzten 10 Jahre in etwa verdreifacht haben. Dennoch bleiben Dotierungen mit 9,9 Mrd. Euro auf einem hohen Niveau. Für etwa 80 % der befragten Arbeitnehmer ist es wichtig, dass der Arbeitgeber eine bAV bereitstellt.

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